Kita Wolkenschloss

Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

Erzähle mir und ich vergesse
Zeige mir und ich erinnere
Lass es mich selber tun und ich verstehe

Kinder lernen aus Erfahrungen, Eindrücken und Wahrnehmungen, die sie in ihrem direkten Lebensumfeld kennenlernen und sammeln. Alles was sie direkt erleben, nehmen sie auf und fügen es zu ihrem ganz eigenen „Weltbild“ zusammen. Das selbe Erlebnis oder Angebot hat für jedes Kind eine ganz andere, individuelle Bedeutung. Je nach Persönlichkeit und Entwicklungsstand des Kindes werden Eindrücke vor Allem im Bereich der Sinne unterschiedlich empfunden und verarbeitet. Das eine Kind nimmt Gerüche, das andere Kind Geräusche oder Bewegungen besonders intensiv auf. Jedes Kind entscheidet selbst, was es für seine Bildung benötigt, was es interessiert und motiviert.

Kinder bilden sich selbst! - Selbstbildung !
Es ist unsere pädagogische Aufgabe, gemeinsam mit ihnen eine Lebensumwelt auszugestalten in der sie sich ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechend entfalten können.

Unter Selbstbildung verstehen wir Tätigkeiten, die Kinder verrichten müssen, um das, was um sie herum geschieht, aufnehmen und zu einem inneren Bild ihrer Wirklichkeit verarbeiten zu können (Schäfer 2004,S. 7).

 

Eingewöhnung

Die sanfte Eingewöhnung liegt vor allem in den Händen der „Großen“. Dies bedeutet konkret, dass die Eltern am Anfang ein erhöhtes Maß an Zeit und Aufmerksamkeit einplanen müssen und die Ablösung so in kleinen räumlichen und kleinen zeitlichen Schritten vollzogen werden kann.

In den ersten Tagen sollte der Betreuungszeitraum nach Möglichkeiten nicht voll ausgenutzt werden, sondern mit der Zeit allmählich gesteigert werden. Darüber hinaus sollten die Bezugspersonen jederzeit erreichbar sein, damit sie von den Pädagogen bei Bedarf angerufen werden können. So signalisieren wir den Kindern: Auch wir können dich trösten und sind für dich da, aber wenn deine Sehnsucht zu groß wird, nehmen wir dieses Bedürfnis sehr ernst und sorgen dafür dass deine Eltern kommen.

An erster Stelle steht für uns die empathische und individuelle Begleitung. Das bedeutet, Gefühle und Bedürfnisse der Kinder wahr und vor allem ernst zu nehmen und empathisch darauf zu reagieren. So schaffen wir eine vertrauensvolle Beziehung, auf deren Grundlage die Kinder auf ihre ganz persönliche Entdeckungsreise zur individuellen Entwicklung und selbstbewussten Entfaltung gehen können.

Der erste Kontakt

Die erste Kontaktaufnahme mit den Pädagogen findet in Form von Schnupper-tagen im Wolkenschloss statt. So haben unsere Schützlinge die Möglichkeit, ihre „Wolkenschlossbezugsperson“ mit Mama und / oder Papa als Sicherheit in Ruhe kennenzulernen. Bei dieser Gelegenheit können sich Pädagogen und Eltern über Abläufe, Bedürfnisse und Vorlieben austauschen.

Schnuppertag

Schon vor Beginn der Wolkenschlosszeit werden unsere Kinder zu einem Schnuppertag ins Wolkenschloss eingeladen. Nach Möglichkeit werden für die Kleinsten auch 2-3 Vormittage in Folge verabredet. Denn Kinder unter 3 Jahren benötigen einfach mehr Zeit, sich auf neue Situationen einzulassen, fremde Umgebungen kennenzulernen und Vertrauen zu gewinnen.

Hierbei ist es für die Kinder in besonderem Maße wichtig, ihre Eltern bzw. engsten Bezugspersonen an kontinuierlich an ihrer Seite zu haben. Denn (alle) Kinder sind in hohem Maße sensibel für die emotionalen Befindlichkeiten bzw. Stimmungen und die sozialen Abläufe in ihrer Umgebung. Das heißt, sie beobachten und spüren, ob ihre Bezugsperson entspannt und vertrauensvoll mit der Situation Kindergarten und Pädagogen umgehen kann. Erleben die Kinder ihre Eltern hierbei gelöst, offen und kommunikativ, so sind auch die Kinder eher in der Lage, sich auf die neue Situation einzulassen und neugierig auf Entdeckungsreise zu gehen.

Unsere "Schulis"

„Alles hat seine Zeit,....“

Eine besonders aufregende Zeit für jedes Kindergartenkind und seine Eltern ist das letzte Jahr im Wolkenschloss. Und plötzlich sind die Kinder so groß geworden. Schon im September / Oktober des letzen Kita-Jahres flattert die Aufforderung zur Schulanmeldung ins Haus, meist gleich verbunden mit dem Termin zur Einschulungsuntersuchung beim Gesundheitsamt.

Da kann einem schon ganz schön mulmig werden, denn plötzlich rattert das Gedankenkarussell und viele Fragen tun sich auf:

Ist mein Kind denn schon groß genug ?
Wie bereite ich es gut auf die Schule vor ?
Kann es denn gut genug auf sich aufpassen und Gefahren richtig einschätzen ?Schafft es den Schulweg denn überhaupt schon allein ?
Was muss es denn können, damit es einen guten Start hat ?
Und was tut denn der Kindergarten dafür ?

Zunächst einmal ist es wichtig, sich deutlich zu machen:

Kindergartenzeit ist „Vorschulzeit“.

„Vorschularbeit“ findet immer statt und nicht selektiv. Im Rahmen von Begleitung und Angeboten werden die Kinder kontinuierlich „vorbereitet“.

Was wünschen wir den Kindern für ihren weiteren Lebensweg (Schulzeit) ?

·    Selbstsicherheit

·    Kontaktbereitschaft

·    Kommunikationsfähigkeit

·    Selbstständigkeit

·    Lernbereitschaft

·    Neugierde

Und vor allem ganz viel

·    SPAß !

Im Rahmen der partizipativen pädagogischen Arbeit ist es uns vor allem wichtig, die Kinder zu stärken und zu begleiten:

  • Wir wollen die Kinder fit dafür machen, ihren Wünschen und Bedürfnissen Ausdruck verleihen zu können. Denn wenn ein Kind (schulische) Anforderungen oder Lerninhalte nicht nachvollziehen kann, muss es in der Lage sein, dies zu formulieren und sich Hilfe einzufordern.
  • Die Kinder lernen bei uns, Konflikte sozial angemessen zu lösen. Denn wenn ein Kind mit den Regeln des sozialen Zusammenlebens vertraut ist, kann es sich auf (schulische) Anforderungen einlassen und z. B im Rahmen von Gruppenarbeit Lerninhalte mit Anderen gemeinsam erarbeiten.
  • Wir halten die Kinder dazu an, Lösungen für Probleme oder auch Antworten auf Fragen selbstständig bzw. möglichst mit Hilfe anderer Kinder oder z. B dem Medium Buch zu finden. So wird die Motivation und das Interesse an Angeboten wachgehalten bzw. geweckt und der Lernerfolg ist nachhaltig.
  • Wir fordern von den Kindern den eigenverantwortlichen und rücksichtsvollen Umgang mit Materialien (Spielsachen, Bastelmaterial ...) bzw. ihren Sachen (Kleidung, Bastelleien, Frühstück ...) ein. Denn spätestens ab der Schulzeit muss ein Kind allein darauf achten, wo die Jacke hängt, ob die Turnsachen mit sind, dass der Ordner zur passenden Unterrichtsstunde bereitliegt usw. .

Im regelmäßigen Austausch mit den Lehrern der Grundschule können wir ggf. noch gezielter „vorbereiten“. Bisher war die Rückmeldung aber immer sehr gut. Die Lehrer/innen schildern, dass sie sich im besonderen Maße über die Selbstständigkeit und Lernbereitschaft der Kinder aus dem Wolkenschloss freuen. Insbesondere der Umgang untereinander und das sichere Gefühl für Regeln und Abläufe ermöglicht ihnen, sich schnell in der Schule einzuleben und konzentriert mitzuarbeiten.

Ein Kind, welches sich schon sicher im sozialen Miteinander „bewegt“, ein Grundverständnis für Kommunikation verinnerlicht hat und eigene Bedürfnisse und Wünsche im Rahmen der sozialen Interaktion vertreten kann, ist auch in der Lage, sich auf erhöhte kognitive Anforderungen einzulassen.

 

Die Konzeption befindet sich derzeit in Bearbeitung und wird aktualisiert.

 

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